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Japan 2010So im August soll es soweit sein, ein ganzen Monat ungestört in Japan, genauer gesagt in Tokyo. Dafür müssen aber noch einige Dinge erledigt werden, die da wären: Unterkunft und Flug BuchenReisepass besorgen, und die damit verbunden, leidliche Aufgabe des Passfoto machens. Das Wären so die Standart Sachen die man machen Sollte. Als 2. Schritt habe ich mit die Frage gestellt "Wie oft ist man als junger Mensch schon in Japan?" Die Antwort darauf: "Wenn man nicht gerade mit einem silbernen Löffel im Ar... ähm Mund geboren wird, nicht so oft, bis gar nicht." Darum meine weitere Vorbereitungslist: Digitale Spiegelreflexkamera(Man will ja ordentliche Fotos mit nach hause Nehmen)Netbook (Lange unterwegs, Internet in der Wohnung verfügbar, geringes Gewicht)FotoLaptopRucksack (Mehr als reichlich Platz für Kamera, Netbook und alles andere was anfällt)So was noch? Ach ja alleine Unterwegs in einem fremden Land. Englisch wird zwar flächendeckend gesprochen. Zwar nicht gerade sehr gut aber ausreichend. Dennoch will ich nichts dem Zufall überlassen, und da mich die Sprache schon seit Langem Reizt: Japanisch lernen, so gut es in der verbleibenden Zeit gehtSo einige Dinge auf meiner List sind schon erledigt die da wären: DigiCam:es ist eine Canon Eos 500D geworden, mit dem 18-55mm Kit-Objektiv, ja ja ich weis, das Objektiv ist nicht DER Bringer es ist aber auch nicht DIE Enttäuschung.RucksackUnd die Sprache wird in Wort und Schrift fleißig bei der Sprachschule Prolog Berlin gelernt. Nicht so einfach, aber es wird.Es ist doch echt zum verzweifeln, von einem Tag auf den anderen kostet der Flug nicht mehr 800€ sondern 1100€. Zum Kotzen, da ich aber noch kein Zimmer habe, das gestaltet sich als äußerst schwierig, ist das nicht sooo dramatisch. Aber dennoch extrem ankotzend.Japan ich komme, das Zimmer ist gebucht, jetzt folgen alle anderen dinge wie Flug usw.Nach langem hin und her, endlich die Erlösung. Der Flug ist gebucht. Hier meine empfehlung für all jene die davor stehen sich ein Flug zu buchen. Ich weis nicht wie es bei den anderen Fluggesellschaften ist, aber bei der Lufthansa braucht man dringent eine Kreditkarte. Man kann zwar auch per Pay-Pal bezahlen, aber brauch Pay-Pal auch eine Kreditkarte als sicherheit.

Hier eine kurze zusammenfassung:
Hin:
Abflug am 29. Juli 2010, Berlin-Tegel um 12:55 UHR
Ankunft am 30. Juli 2010, Tokyo-Narita um 10:15 UHR.

Zurück:
Abflug am 31. August 2010, Tokyo-Narita um 11:50 UHR
Ankunft am 31. August 2010, Berlin-Tegel um 19:45 UHR.

Mein Appartment habe ich am Bahnhof Sangubashi.


hiermit berechnet
So jetzt bin ich da, jetzt gibt es kein Halten mehr, jetzt geht’s richtig ab ... ich denke ihr wisst wie ich es meine ... Ja ihr wisst es, und nein diese Überschrift nimmt keine Ende Mehr, dafür werde ich schon sorgen auch wenn ich nur noch kompletten Stuss schreiben muss ... Ok jetzt ist sie zu ende. So hier nun bin ich Tokyo und was soll ich sagen das schwierigste war der Flug von München nach Tokyo, Narita. Warum? Einerseits weil er so lange gedauert hat anderer Seitz weil die Film Auswahl zwar groß war aber die Monitore klein ^^. Am besten fange ich ganz von Anfang an. Aufstehen, Duschen, Essen, Koffer ins Auto packen, mich ins Auto packen, Schwester abholen uns ins Auto packen, zum Flughafen fahren. Koffer wieder raus, Gate gesucht und gewartet bis ich einchecken kann. Nach dem Einchecken noch n bisschen warten und dann dasAuf den Weg nach Tokyo, vom Narita Express aus gesehen. Überall waren diese Felder. Abschiedsprozedere. Danach erst mal durch die Sicherheitskontrolle, wie zu erwarten keine Probleme. Warum auch ich habe noch keine künstlichen Metallknochen. Nach einer kleinen weile konnte ich auch schon ins Flugzeug. In München angekommen hab ich erst mal meine Eltern Angerufen um zu sagen dass ich sicher in München angekommen bin. Es stellte sich Heraus das ich mit dem Flugzeug schneller am Abfluggate angekommen bin als meine Eltern zuhause. Da ich ja mein kleines Netbook bei habe, und wir einen Hotspot Zugang besitzen, konnte ich mich am Flughafen ins Internet einwählen. die Gesichter der Menschen wenn man ein Netbook rausholt, ein Headset anschließt und dann auch noch mit jemanden redet ist unbezahlbar. Als ich dann noch mein Gamepad rausgeholt habe um eine runde SuperSmashBrothers zu spielen, konnte ich mich selber kaum beherrschen. Die Reaktionen sind einfach zu lustig. Schon bald ging es aber ins Flugzeug. Hinsetzen, anschnallen, losfliegen.Das nenne ich mal ein ToastSo oder so ähnlich läuft es immer ab. Erst mal habe ich eine Weile die Indianer Jones mäßige rote Linie angeguckt die unsere bisher zurück gelegte Flugroute wiederspiegelt. 11km höhe, 1000km/h, -50°C Außentemperatur, waren so die extremen Werte. Wir sind ca. 9300km weit geflogen. Da aber eine rote Linie beobachten recht langweilig ist hab ich mir mal die Filmauswahl angeguckt. Ich habe Sherlok Holmes, Alice im Wunderland, Friendship!, Der Kautions-Cop, und irgendwas mit Mel Gibson geguckt. Dazu noch eine Episode von two and a half man. Zwischendurch die Einreisepapiere Ausgefüllt. Am Flughafen angekommen ging alles recht reibungslos. Kurze Kofferkontrolle, und dann ab in den Narita Express. Auch am Bahnhof Shinjuku ging alles reibungslos. Ausgang gefunden, Büro von Sakura-House gefunden. Alles nötige unterschrieben und dann ab nach Sangubashi. Und jetzt erst mal das Apartment suchen es hat eine Weile gedauert aber dann hab ich es doch gefunden. Die Straße an der ich Wohne ist verdammt eng. Gerade mal Platz für ein Auto plus Fußgänger. Dafür vollgestopft mit Läden und Leuchtreklame. Im Apartment erst mal Internet Verbindung hergestellt und allen Bescheid gegeben das ich angekommen bin. Dann Einkaufen, nur das nötigste, Cola, Toast. Joa das war so mein erster Tag, und das alles bei gefühlten 99% Luftfeuchtigkeit und 30°C im Schatten. So bin schon 2 Tage hier und habe schon etwas meine imgebung erkundet. Also erst mal eine Beschreibung meines Zimmers. Wenn man das Zimmer betritt steht man schon mitten in der Küche. Naja eigentlich isses nur ein Flur mit Küchengeräten drin. Eine Kochplatte, ne Spüle, ein Kühlschrank, Mikrowelle und mini-Elektroofen obendrauf. Ungefähr auf der Hälfte des Küchenflurs ist die Tür ins Badezimmer....mini-Badezimmer. Ja hier in Japan ist Platz = Luxus. Klo, Waschbecken und Duschwanne... mini-Duschwanne. Nach dem Küchenflur geht es nahtlos ins Schlafwohnzimmer mit Bett, Stuhl, Tisch, Regal und Fernseher. Der Tisch quillt über von der ganzen Technik die ich brauche um zu überleben ^^, Maus, Tastatur, Netbook,Mein TechniktischMein Techniktisch externes Laufwerk, externe Festplatte, Verteiler, Netzteile, USB-Ladegeräte. Das war es dann auch schon, HALT ich habe noch einen Wandschrank, für Jacken, da ich bis auf meine Dünne Notfalljacke nichts anderes habe sieht es dort recht leer aus. Soviel zu meinem Zimmer, wenn wir nun die Wohnung verlassen müssen wir erst mal eine Hohe, Steile und schmale Treppe bewältigen, denn wie sollte es auch anders sein, Wohne ich gaaaaaaaanz oben, was in diesen fall der 3. Stock ist. Unten auf der Straße angekommen, rechts geht’s zum Bahnhof ca. 15 Sekunden gegenüber ist ein Laden der 24/7 geöffnet hat, Links geht’s zu nem McDonalds, der leider nur von 8 bis 22 UHR offen hat, auch Links gibt es noch ein Laden der auch 24/7 geöffnet hat. Somit habe ich alles in der Nähe was ich brauche, ich kann natürlich auch einen der ca. 15 Getränkeautomaten in meiner nähe benutzen und mir für 120 Yen 500ml Cola kaufen. Etwas weiter, aber immer noch bequem zu Fuß zu erreichen ist Las Vegas, naja eigentlich ist es eine Straßenbaustelle die über und über mit blinkenden, roten Warnlichter übersät ist, auf der Yamate-dori. Folge ich der Straße bin ich Direkt unter dem Expressway-System. Darunter eine Hauptstraße, die koshu kaido, an den sich Läden an einander Reihen, einige 24/7 geöffnet einige nicht, und überall Automaten. Die "Wohnsiedlung" in der ich Wohne, ist durchzogen von engen Straßen, mit kleinen, dicht an dicht gestellten Häuser. Über allem ist ein Wust aus Kabeln.In der letzten Zeit habe ich schon viel gesehen, besonders in der näheren imgebung meiner Wohnung, und viel gelernt. Über die Eigenheiten der Japaner bzw. ihrer Regierung. Heute, 03.08.2010, war ich erst mal auf dem Tokyo-Tower (Tökyö-Tawä). Dazu musste ich von Shinjuku die Toei-Öedo-Line nach Akabanebashi nehmen ... ich bin aber schon 2 Stationen vorher ausgestiegen, Roppongi. Warum? Erst mal wollte ich zum Roppongi-Hill .Erst mal wollt ich auch was sehen von der Stadt, im Roppongi-Hill kann man sehr gut Einkaufen ... wenn man auch in den 100. Klamottenladen rennt^^. Vor dem Gebäude erst mal verschnaufen: AHHH, RIESENSPINNEN GREIFEN AN ^^.Hilfe RiesenspinnenDer kleine Mouri-Garden am Fuße des Mori Towers
Blick über Roppongi zum Tokyo-TowerDer Mori-Tower
Naja, dann ging es aber ab zum Tokyo-Tower, die Landkarte muss man dafür nicht extra bemühen, da man ihn schon vom Roppongi-Hill aus gesehen hat fällt das gewurschtel durch die Straßen Tokyos recht unkompliziert und geradlinig aus. Am Tokyo-Tower angekommen erst mal ne Cola kaufen, es gab zwar mehr als genug Automaten auf meinem Weg, aber... um genau zu sein weis ich nicht warum ich nicht an einem Automaten gegangen bin*schulterzuck*. Der Tokyo-Tower 333m hoch, 4.000t schwer, 1958 eröffnet. Am Fuß des Turm, oder besser gesagt direkt unter ihm, ein mehrstöckiges Kaufhaus, naja Fresstempel, die Tokyo Tower foot Town. Außerdem ein Wachsfiguren Kabinett, ein Aquarium und ander Kram. Aber jetzt mal rauf auf den Turm und die Aussicht genießen, vorher wird allerdings die Schlange vor den 3 Fahrstühlen genossen. Oben angekommen erwartet ein eine grandiose Aussicht über ganz Tokyo .. und Automaten. Aus 150m Höhe lässt sich schon ziemlich weit gucken, aber es geht noch weiter höher, auf 250m, bei klarem Wetter soll man bis zum Fuji gucken können, der immerhin 97km weit weg ist, leider war heute kein super klares Wetter. Dafür war es aber heiß und stickig, wie immer im August in Tokyo^^. Und weil ich mich noch nicht genug bewegt habe, habe ich mich dazu entschlossen für meinen Abstieg die Treppe zu nehmen, Stufe für Stufe, alle 600. Unten angekommen geht’s erst mal Richtung Wohnung. Kurz die Sakurada-dori runter zum Bahnhof Akabanebashi und zurück nach Shinjuku. Von dort wieder die Odakyu-Line nach sangubashi, aber Vorsicht, nur der Localtrain hält auch in Sangubashi. Ein kurzes Wort zu den Zügen, man hört ja immer das die Züge brechend voll sein sollen, biss auf die Blick auf die Rainbow Bridge (Reinbö burijji)Blick über das Häusermeer von Ueno und AsakusaRush-Hour trifft da allerdings nicht zu, die Züge brechen hier auch nicht mehr als bei uns. In meiner Wohnung angekommen erst mal Gesicht waschen, Magengrummel registrieren, was essen gehen. Und was liegt da näher als McDonalds? ... Nichts das ist es ja, McDonalds ist direkt gegenüber meiner Wohnung^^. Leider hatten sie nur eine Auswahl an Chicken-Burger, vieleicht liegt es daran das es nur ein kleiner McDonalds ist. Ich denke mal größere haben auch BigMac und Co.. Naja der Burger war gewöhnungsbedürftig. An alle die sich über die Gurken auf den Burgern bei uns Aufregen, versucht mal ein Burger zu genießen auf dein Zitronensaft drauf ist, sogar die Cola hat dann total nach Zitrone geschmeckt.

Aber nun zu den angekündigten Eigenheiten.
Es scheint hier eine Menge an Beschäftigungstherapie Arbeitsplätzen zu geben. Eines abends bin ich die Yamata-dori lang gelaufen und kam an eine Baustelle bei der für die Pasanten ein Streifen auf der Straße abgesperrt war. Nun gut, nur standen da 3 Leute mit rot leuchtenden LED-Stäben und haben die Passanten dirigiert. Am Anfang stand einer und hat die Richtung gewiesen, in der MItte Stand einer um aufzupassen das kein Passant versehentlich über die gut 70 cm hohe, und mit etlichen roten LED's bestückte Absperrung geht. Am Ende stand noch einer der die Passanten wieder auf den Bürgersteig dirigiert hat. Aber alles mit kleiner Verbeugung. Die Absperrung war vielleicht 15 Meter lang -.- Einerseits sind die Japaner sehr Energie bewusst, andererseits auch extrem Sicherheitsbewusst, und platzieren tausende Blink-Warnlichter an Straßenbaustellen. Und in jedem laden, und fast jeder Wohnung läuft eine Klimaanlage. Da kommt so ein Bisschen die gestaltende Persönlichkeit Japans zum Vorscheinen. Auch sind die Japaner sehr Umweltbewusst, das Thema Mülltrennung wird hier so ernst genommen, das Plastikflaschen ausgespült werden. Und Deckel und Etikett gesondert entsorgt werden. Allerdings ist das Thema Müllentsorgung von Ort zu Ort unterschiedlich. Es wird in Brennbarermüll, nicht Brennbarermüll, Plastikflaschen, Dosen und Pappe unterschieden. Wobei die Regelung, was genau wohin entsorgt wird, von Ort zu Ort unterschiedlich sein kann. Allerdings gibt es zu jedem Einkauf im Supermarkt, sei es auch nur eine Dose Bier, eine Plastiktüte. Meist ist die Dose schon in einer Tüte verschwunden bevor man sagen kann das man keine braucht. Aber alles in allem sind das noch dinge über die man eher schmunzel kann als sich darüber aufregen. Aber eine Sache gibt es an die man sich erst gewöhnen muss, bzw. über die man sich im klaren sein muss wenn man nach Tokyo fährt. Wasser aus der Leitung, Küche, Bad usw. ist meist mit Chlor versetzt um Keime zu töten. Es ist nicht viel aber beim Duschen riecht man es doch schon raus.
Aber es gefällt mir hier, und ich hatte noch keine Probleme, Ich freu mich schon auf die nächsten Wochen.
Wasserfontaine im YoyogiparkTeehaus im ShinjukugyoenUnd wieder gibt es was zu berichten, hab die letzen tage damit verbracht mir ein par Parks anzugucken. Die da wären, Yoyogi Park, quasi direkt vor meiner Haustür. Und der Shinjuku Gyoen National Garden, auch noch bequem zu Fuß zu erreichen. Der Yoyogipark ist ein ziemlich großer Park, mit Seen und Wasserfontainen, man kann eigentlich rund um die Uhr dort entspannen, wenn dieses ständige und extrem Laute gezirpe nicht wäre, könnte man sogar noch besser entspannen. Die gut ausgebauten Wege laden zum Joggen, oder Fahrradfahren ein. Was auch einige machen. Und weil der Park zwar groß, aber nicht riesig ist, sollte man sich nicht wundern wenn man den selben Jogger schon zum 5. mal sieht. Und wenn man mal auf Klo muss ist das auch kein Problem. Es gibt genügend in diesem Park. Hat man Durst, auch kein Problem, es gibt genügend Automaten. Hat man kein Geld, dann geht man zu einem der vielen Trinkbrunnen. Allerdings wenn man Pech hat, geht man zu einer Toilette in der es nur japanische Toiletten gibt.
Quasi direkt neben dem Shinjuku-Bahnhof findet man den Shinjukugyoen. Ursprünglich für die Kaiserfamilie geschaffen, wurde er nach dem 2. Weltkrieg für die allgemeinheit zugänglich gemacht. Für 200 Yen bekommt man einiges an Natur geboten. Und wie schon im Yoyogipark findet man auch hier Automaten, und Toilettenhäuser vor. Mehr als man eigentlich braucht. Außerdem findet man mehrere Teiche die von vielen kleinen Brücken überspannt sind. An Manchen Stellen des Parks verdecken die Bäume die Skyline total, und es sind auch kaum Stadtgeräusche zu hören, da wundert es keinen das auf den großen Wiesen viele die heißen Augusttage dazu nutzen sich zu sonnen, oder einfach nur zu entspannen.
Blick vom Teehaus im ShinjukugyoenShinjukugyoenShinjukugyoen Aber jetzt geht es erst mal zum McDonalds. Wenn man den Shinjuku-Bahnhof durch den Westausgang verlässt, und dann nach rechts läuft. Kommt man auch schon sehr bald zu einem McDonalds. Über meinen ersten Schreck, das nur die komischen Burger mit Zitronensaft zu sehen waren, kam ich schnell hinweg. Als ich in der Kasse war bestellte ich einfach 3 Hamburger, und siehe da. Ich habe sie auch bekommen^^ dazu eine große Cola und der Hunger war erst mal gestillt. Allerdings sitzt man hier mit dem Nachbarn förmlich Schulter an Schulter, aber das ist hier normal und damit muss man auch klar kommen, wenn man hier unterwegs ist. Da man zwar mit Englisch sein essen bekommt, aber es doch einige Verständigungsprobleme geben kann. Werde ich demnächst mal etwas von meinen Japanisch benutzen.
Wenn man sein Wechselgeld bekommt und ein Arigato ertönen lässt bekommt man schon mal ein besonders nettes lächeln entgegen. Ob es nun nur daran lag das es eine weibliche Verkaufskraft war, oder das hier ständig die Verkäufer lächeln, kann ich jetzt nicht mit Sicherheit sagen.
Da sich schon langsam die Colaflaschen in meinem Zimmer stapeln, liegt es nahe das ich mal Aufräumen sollte. Da man den Müll allerdings nur an den Abholtagen rausstellen darf wird sich nicht so schnell was an der Situation ändern.
Ein Normaler japanischer StrommastenTja was habe ich die letzte Zeit über gemacht? Nicht viel, hatte zu tun meine Wohnung sauber zu bekommen. Küche Putzen. Badezimmer säubern. Wohn/Schlafzimmer saugen. Nebenbei musst ich noch Dinge des täglichen Gebrauchs einkaufen. Habe im Yoyogi-Park entspannt. Und meine Wäsche gewaschen. Ich hab auch wieder einiges an Merkwürdigkeiten gesehen. Bei einer Baustelle am Shinjuku-Bahnhof wurden Gerüstteile abgeladen. Einfach vom LKW direkt daneben gelegt. Aber das Passierte nicht ohne das 2 Sicherheitsbeamte mit diesen rot blinkenden Stäben den Passanten den Weg gewiesen haben. Über die Kompletten 5 Meter. Und dann war da noch der Polizist der vor einer Kreuzung stand und sich nicht darum gekümmert hat das Leute bei Rot über die Ampel gelaufen sind. Achja Ampeln, wenn man an einer Ampel steht darf man sich nicht wundern das Plötzlich eine Stimme zu einem Spricht. Viele Ampeln sagen dir auf Japanisch wenn es rot oder grün ist. Das war es auch schon wieder. Anbei ein paar Fotos geschossen von unserem Balkon.Blick vom BalkonBlick vom BalkonDie Straßen von Shinjuku
Die Straßen von Shinjuku
So es sind wieder ein paar Tage vergangen und es ist Zeit mal wieder was zu schreiben und ein par Bilder zu zeigen. Erst einmal hab ich mir die Gegend um den Shinjuku-Bahnhof genauer angesehen. Durch jede kleine Nebenstraße gelaufen. Man könnte einen ganzen Tag damit verbringen und man würde nicht alles gesehen haben. So viele Läden und in fast jeder Straße waren mehrere Slotmaschinen Casinos und andere Vergnügungsläden. In einem Konnte man Wii und Playstation spielen, ein andere war gefüllt mit Greifarmautomaten an denen man Kuscheltiere greifen kann. Und wenn man durch diese Straßen geht muss man seine Augen Überall haben. Es kommt nicht selten vor das in jeder Etage des Hauses, Keller mit eingerechnet, Verschiedene Läden sind. Viele Geschäfte reichen auch über mehrere Etagen. Es ist als ob dort keine Menschen leben, sondern nur Geschäfte sind. Die Leuchtreklame reicht meist von der 1. Etage bis ganz nach oben. Was einem Auffällt wenn man einmal um den Bahnhof läuft ist das man an jeder Ecke ein Packen Taschentücher in die Hände gedrückt bekommt.Blick zum Haupttor im Hauptschrein, Meiji-Jingu Schrein
Blick zurück zum Haupttor
An einem Tag habe ich 3 Packungen bekommen. Aber auch nur weil ich einigen Ausgewichen bin, sonst wären es noch mehr geworden. Es scheint so eine Art Werbung zu sein, und gleichzeitig das Hygienebedürfnis der Japaner zu befriedigen. Da ich aber nur die Hälfte entziffern kann, ist es mir nur mithilfe der der Bilder abzuleiten wofür geworben wird. Unweit vom Bahnhof befindet sich auch das Kaufhaus Takashimaya Times Square, das Größe Kaufhaus der Welt. Mehrere Etagen für den Mann, mehrere Etagen für die Frau, Restaurants, und sonst alles was man irgendwie benötigen würde. Aber es gibt eine Sache an der es hier Mangelt. Postkarten, und zwar welche mit Motiven aus Tokyo. Diese einfache Sache gestaltet sich als größtes Problem. Noch habe ich ja etwas Zeit welche zu finden.
Was man unbedingt machen muss wenn man in Tokyo ist, man muss einmal zum Meiji-Jingu Schrein im Yoyogi-Park. Wenn man auf das Gelände des Schreins kommt ist es als ob man Plötzlich mitten in der freien Natur ist. Kein Straßenlärm dringt durch den dichten Wald. Wege führen zu den Verschiedenen Gebäuden auf dem Gelände, dem Hauptschrein, und Nebenschreine.
In den nächsten Tagen werde ich mich mal zur Regenbogenbrücke auf machen, und den Ueno-Zoo besuchen. Vielleicht werde ich auch mal im Tokyo Meeresaquarium vorbeischauen. Noch habe ich ja die Zeit.
Wie oben angekündigt war ich im Ueno Zoo und an der Regenbogenbrücke. Leider war die Brücke für Fußgänger gespert, mal sehen ob ich rausfinde wann sie wieder geöffnet ist. Aber fangen wir mit dem Zoo an.
Im Zoo gibt es ein großes ``Becken`` voller Wasserpflanzen, und dem Weg.
Wenigstens der Elefantenbulle hat seinen Spaß
Von mir aus gesehen ist es recht einfach zum Zoo zu gelangen. Vom Shinjuku Bahnhof fahren eigentlich alle JR-Bahnlinien, darunter auch die Yamanote-Line, die mich ohne Umwege zum Bahnhof Ueno gebracht hat. Vom Bahnhof ist es dann auch icht mehr Weit. Der Zoo ist mitten im Ueno Onshi-Park. Genau wie Zahlreiche andere Gebäude, darunter Museen, Tempel und Schreine. Da es ein recht unbeständiger Tag war habe ich leider nicht viel Fotos machen können, sonst wär mehr Wasser in der Kamera gelandet als gut für sie ist. Zu aller erst sei gesagt, der Zoo ist , wie sogut wie alles in Tokyo, sehr sauber. Es gibt ausreichend Toiletten (ohne gebühren), und natürlich die allgegenwertigen Getränkeautomaten. Ich wurde sogar Zeuge bei der Zeugung eines Elefantenbabys. Naja eigentlich wurde ich Zeuge bei dem Versuch eine Zeugung in gange zu bringen. Das Weibchen wurde vom Männchen auf Schritt und Tritt verfolgt, in die Ecke getrieben, an die Wand gedrückt. Wahrscheinlich solange bis sie genervt aufgibt. Da ich noch den Rest des Zoos sehen wollte habe ich nicht mehr solange gewartet. Weiter ging’s zu den Löwen, Bären, Vögel. Und natürlich zu den Jackass-Pinguinen. Flächenmäßig gesehen ist der Zoo recht klein, genau wie die Gehege. Und was mir aufgefallen ist. Viele Sachen bestehen aus Plastik. Es kann gut sein das man sich auf eine Bank setzt die aussieht als sei sie aus halben Holzstämmen gemacht, dabei sitzt man auf Plastik, oder Zäune aus "Baumstämme". Ich denke mal das ist der Sauberkeitsfanatik geschuldet.
Dennoch kann ich sagen das der Zoo ein Besuch wert war. Und wenn man danach noch Zeit und Lust hat, kann man sich ja die Museen angucken.

Blick die Meiji Dori runter
Auf dem Weg zur Regenbogenbrücke
Etwas abseits der großen Hauptstraßen sieht man auschonmal ein Holzhaus
Die Hello Kitty Überdosis, und im Hintergrund die Regenbogenbrücke
Blick auf den strand
Die Regenbogenbrücke
Aber nun zur Regenbogenbrücke. Mein Ziel war eigentlich nur das ich zur Brücke komme und Bilder von der Brücke aus schieße. Das Ergebnis war allerdings das ich am Strand stand, mir die Sonne in Gesicht schien und mich eine riesengroße Hello Kitty Katze angegrinst hat... so können schöne Pläne danebengehen. Wenn Ihr mal in Tokyo seit müsst Ihr zur Regenbogenbrücke gehen. Man hat einen Wundervollen Blick übers Wasser zu den Hochhäusern der Innenstadt. Aber um Gotteswillen macht nicht den Fehler den ich gemacht habe, ich bin hingelaufen, ca. 13Km hin, in der prallen Augustsonne , August ist der heißeste Monat Tokyos. Ich habe noch nie so viel geschwitzt wie an diesem Tag (16. August 2010). Ich habe für den Weg 4 Stunden eingeplant, gebraucht habe ich 3. Darum wollte ich eigentlich gegen 10 Uhr los laufen. Als der Wecker um 9 Uhr geklingelt hat, brauchte ich nicht lange um zu entscheiden das schlafen viel zu schön ist als jetzt damit auf zu hören. Also beschloss ich mich um 12 Uhr auf den Weg zu machen. Punkt 12 Uhr habe ich also meine Wohnung verlassen und bin gegen die Hitzewand vor der Tür geprallt. Was immer man auch Trinke, nach kurzer Zeit ist es im T-shirt. Aber davon abgesehen hat sich der Tag wirklich gelohnt. Da die Brücke ja gesperrt war, musste ich min der Bahn der Yurikamome-Line die Brücke überqueren. Am Fuße der Brücke befindet sich der Odaiba Meerespark mit dem besagten Strand. Und da noch bis zum 22.8.2010 eine Ausstellung mit dem Namen „Green Tokyo - Hello Kitty & Friends“ am Strand ist. Kam es das mich eine große Hello Kitty Figur vom Wasser aus angeguckt hat. Nachdem ich den Hello Kitty schock überwunden habe, bin ich am Wasser entlang und habe im Schatten von Lady Liberty eine kleine Pause gemacht. Auch gibt es dort viele Geschäfte und Restaurants, definitiv ein Ausflug wert. Wenn man am Strand richtung Brücke läuft kommt man zu einem kleinen Park von dem man einen schönen Blick auf den Strand und die dahinter liegenden Gebäude hat.
Ich weis nicht warum, vielleicht war es die Hitze, vielleicht wollte ich meine Grenzen ausloten, ich weis es nicht, aber ich entschloss mich dazu den Rückweg auch wieder zu Fuß zu bewältigen. Also T-Shirt wechsel, man sollte mindestens ein 2. dabei haben, zum Bahnhof und wieder über die Brücke zurück. Dort angekommen erst mal auf die Toilette, Gesicht Waschen. Habe ich erwähnt das im Wasser Chlor ist? Scheinbar hatte ich meine Augen nicht richtig geschlossen. Ich verließ also die Toilette mit, von der Hitze, leicht gerötetem Kopf und vom Chlor gerötete Augen ^^. Aber die Rötung lies auch recht schnell wieder nach. Gegen 19 Uhr war ich dann auch wieder zurück in meiner Wohnung, mit einem leichten Krampf in der Wade und dem dringendem Bedürfnis zu Duschen.

Auf dem Weg hatte ich natürlich reichlich Gelegenheiten die kleinen Eigenheiten der Japaner zu beobachten. Man sieht Leute im Auto Pause machen, mit den Füßen auf dem Armaturenbrett, und Schlafend. Allerdings nur auf der eigenen Seite. Was man auch oft sieht sind "Parkhäuser" bei denen 2 Autos mittels Hebebühne übereinander geparkt werden. Das gibt es auch für Fahrräder, allerdings muss man dort mit eigener Kraft das Fahrrad über das andere Stellen. An vielen Kreuzungen gibt es für die Fußgänger Überquerungen, ein Segen nicht in der prallen Sonne an einer Ampel zu warten, ein Fluch in der sengenden Hitze Treppen steigen zu müssen. Mein Weg führte mich auch am Bahnhof Shibuya vorbei. Dort sieht man ein gutes Beispiel das, aufgrund des Platzmangels, vieles in Tokyo gestapelt ist. Es gibt die Straße, darüber ist die Fußgänger Überquerung, und darüber führt die Städtische Schnellstraße. Beim Thema parken scheinen die Japaner keinen Spaß zu verstehen, es gibt viele Kostenpflichtige Fahrradparkplätze, und Parkplätze für Autos bei deinen unter dem Auto eine Rampe hochklappt. Sodass man auf keinen Fall den Parkplatz verlassen kann ohne zu bezahlen. Aber das merkwürdigste heute war die voll funktionstüchtige Ampel an der, auf beiden Seiten der Straße, Sicherheitsbeamte standen und allen Ernstes bei grün auf die Straße getreten sind und den Fußgängern gedeutet haben das sie die Straße jetzt überqueren können. Aber das beste von allem war, als ich auf dem Rückweg wieder diese Straße überqueren musste, wollte eine Japanerin bei rot über die Ampel. Der Sicherheitsbeamte hat sie aber daran gehindert. Scheinbar macht es Sinn neben der Ampel, und dem akustischen Signal, noch Sicherheitsbeamte an Ampeln zu postieren. Und dann waren da noch die jungen Japaner die gegrillt haben, neben dem Schild das jegliches Feuer verbietet. Das war es erst mal von mir.
Endlich habe ich es geschafft mich zum Kaiserpalast zu bewegen, zu Fuß natürlich. Im Prinzip musste ich nur die Shinjuku Dori langlaufen, sie endet direkt vor dem Gelände des Palastes. Da der Palast selbst geschlossen ist führte mich mein Weg einmal um das Geländer zur anderen Seite. Dort ist der Eingang in den Kaiserlichen Ostgarten. Will man ihn betreten bekommt man vom "Pförtner" eine Plastikeintritskarte die man beim Verlassen wieder abgeben muss, wahrscheinlich wollen sie so sicherstellen das keiner mehr auf dem Geländer ist wenn die Tore geschlossen werden. Im Garten findet man alte Gardehäuser, ein Teehaus, viel grün in Form von Gräsern und Bäumen und natürlich Getränkeautomaten. Außerdem sind im Garten Verteilt einige Rasthäuser die zum..Rasten einladen, wer hätte das gedacht. Da die meisten Rasthäuser eine Klimaanlage haben ist es Erholung pur. Ganz nebenbei kann man auch noch etwas Geld loswerden, da in vielen Rasthäuser auch gleich ein Souvenirladen ist. Außerdem befindet sich noch eine kleine Kunstaustellung und das Hauptquartier der Kaiserlichen Garde im Ostgarten.
Wer will kann ohne Probleme einmal das gesamte Gelände auf der Uchibori Dori umrunden. Um das gesamte Gelände befindet sich ein Wallgraben, mehrere Brücken führen in das Innere, und von vielen Stellen hat man einen Wundervollen Ausblick auf den üppig bewucherten Außenring der Anlage. Man kann sich sogar ein Paddelbot ausleihen, wenn man an der Wachkatze vorbei kommt. Auf dem Weg um das Gelände findet man auch einige Museen wie z.B. das Tokyoter Nationalmuseum für Moderne Kunst.
An einem anderen Tag führten mich meine Wege in das Schwertmuseum, was nur einige Minuten Fußmarsch von meiner Wohnung entfernt ist. Das Museum ist im Wesentlichen ein größerer Raum mit mehreren Schwertern aus Verschiedenen Epochen. Informationen über die verschiedenen Schwertformen der einzelnen Epochen, und eine Sammlung von Tsuba , kann man am ehesten mit der Parierstange vergleichen, verschiedener Stilrichtungen. Da das Fotografieren verboten ist, kann ich leider keine Bilder zeigen.Im Kaiserlichen OstgartenTeehaus im Kaiserlichen Ostgartenaltes Gardehaus im Kaiserlichen Ostgartennoch ein Gardehaus, diesmal etwas kleinerWallgraben direkt am Ende der Shinjuku Dorinoch mehr Wallgraben, diesmal mit AußenmauerNein, diesmal keine Beschreibung zum Bildan der AußenmauerBlick zum Bootsverleihdie Wachkatze
Itsukaichi
Die Berge
Man muss Sparen wo man kann^^
Heute habe ich mal dem hecktischen Tokyo den Rücken gekehrt und bin in die Natur geflüchtet. Es war Wundervoll.
Mein Ziel war der Hossawa-no-taki Wasserfall im Hinohara-Tal. Aber erst mal hieß es Bahn fahren. Von Sangubashi mit der Odakyu-Line zum Shinjuku-Bahnhof. Nicht weiter wild, die Strecke bin ich ja fast jeden Tag gefahren. Dann ging es von Shinjuku mit der JR-Chuo-Line nach Tachikawa. Anders als bei der Odakyu-Line, oder allen anderen Linien die innerhalb von Tokyo verkehren, gab es hier weder eine Anzeige, noch eine Ansage in Englisch. Aber wenn man Aufmerksam aufpasst hört man den Zielbahnhof schon raus. Am Bahnhof selber gibt es auch einige Schilder mit dem Namen des Bahnhofes. In lateinischer Schrift und Hiragana. In Tachikawa angekommen schnell zur JR-Ome-Line und bis zum Haijima-Bahnhof gefahren, merkwürdigerweise gab es bei diesem Zug sowohl Anzeigen als auch Ansagen auf Englisch. Für die letzte Strecke von Haijima nach Musashi-Itsukaichi hab ich mich in den Zug der JR-Itsukaichi-Line gesessen. Und von hier ging dann auch das Wandern los. Ausgerüstet mit 3 Cola dosen, einigen Schinkenstullen, meiner Kamera, Netbook usw. ging es auf der Hauptstraße Richtung Westen. Von der Hauptstraße hat man teilweise eine Spektakuläre Aussicht auf das gebirgige Umland. Entlang der Straße 33 (Hinohara-Kouro) verläuft auch der Akikawa (kawa = Fluss). Teilweise 10-15 Meter breit ,vielleicht 1-1,5 Meter tief (von dem was ich gesehen habe) und unglaublich klares Wasser. Man kann ohne Probleme auf den Grund schauen. An vielen Stellen des Flusses, meist in der Nähe von Häusern, gibt es , mit Kies ausgelegte Flächen, auf denen man zu dieser Jahreszeit oft Japaner sieht die Baden, Grillen oder einfach die Sonne genießen. Der Fluss hat auch einige kleinere Wasserfälle zu bieten. Entlang des Flusses liegen Findlinge die zu einem Spaziergang einladen, empfinde ich zumindest^^. Außerhalb von Itsukaichi legte ich erst mal eine kleine Pause ein. Und es kam mir eine glorreiche Idee. "Ich ziehe jetzt einfach meine Schuhe aus und laufe Barfuß weiter", der Hintergrund dazu. Da meine Schuhe alles andere als für längere Wanderungen geeignet sind, und sie ohnehin schon recht ... gebraucht ... aussehen, wollte ich ihnen was Gutes tun. Schließlich brauche ich die Schuhe noch mindestens bis zum 31. August. Naja, das Asphalt in der Sonne heiß wird wissen wir alle, aber wie heiß Asphalt werden kann ohne weg zu fließen ist unglaublich. Nach 3 Minuten musste ich stoppen, einerseits um den wunderschönen Ausblick digital fest zu halten, andererseits um meine Füße zu löschen und meine Schuhe wieder an zu ziehen, die eine Wochen halten die auch noch aus. Nun aber weiter, immer am Fluss entlang, der übrigens 10 oder mehr Meter unterhalb der Straße verlief, vorbei an den dicht bewaldeten Bergrücken.WOW, Berge mit Bergen im HintergrundDer Akikawa
Noch mehr BergeDer Hossawa-no-taki Wasserfall

Und immer auf dem Bürgersteig. Damit war es aber auch recht schnell vorbei. Es war zu erwarten das es keinen Bürgersteig mitten am Berghang gibt. Also weiter auf der Straße, die mir Schmaler vorkommen als bei uns. Auf der einen Seite der Straße ist die Felswand die fast 90° senkrecht nach oben geht. Auf der anderen Seite ist direkt nach der Leitplanke der Abgrund der fast 90° nach unten geht, mal schnell Ausweichen ist da nicht. Aber da nicht nur die Straße schmaler ist, sondern auch die Autos. Muss man sich nur Gedanken um den Platz machen wenn ein LKW oder Bus sich nähert. Meist überspannten normale Bücken die Schluchten aber auf meinem Weg überquerte ich auch eine Schicke Designer Bogenbrücke, naja eher eine Sparversion einer schicken Designer Bogenbrücke, mit nur einem Bogen. Aber sie schien zu halten, und das ist die Hauptsache. Immer wieder komme ich an kleinen Ansammlungen von Häusern vorbei. Der Weg ist regelrecht gepflastert mit kleinen Schreinen und Gedenkplätzen. Gelegentlich hat man auch die Möglichkeit von der Straße runter zum Fluss zu laufen, aber Vorsicht. Meist gibt es keine Stufen sonder nur recht steile Rampen.
Nach ca. 2 1/2 Stunden Wander verließ ich die Straße und bog auf den Wanderweg zum Wasserfall. Mehrere Holzbrücken überquerten eine Schlucht und führten in einen Wald. In dem man endlich etwas kühlere Luft um einen rum hat. Nach einigen Minuten ist man dann auch schon am Ziel. Der Wasserfall ist an sich gesehen ist eher tropfendes Wasser. Aber mit dem kleinen See am Fuße des Wasserfalls, der felsigen imgebung und den kleinen Bach ist es ein phänomenaler Anblick. Nach einer Weile Entspannung am Wasserfall, machte ich mich dann auch auf den Heimweg.

Auch hier, mitten in der Natur, kommen die Japaner nicht ohne Rot-Blinkende-Stäbe aus. Scheinbar gab es ein Problem mit einer der Stromleitungen. damit dort gearbeitet werden kann braucht es 2 Blink-Stäbchen Schwinger, einer der um den Wage rumläuft und einer der oben im Korb sitzt und ... Telefoniert? Ich weiß nicht was die gemacht haben, ob sie mehr Stäbchenschwinger bestellt haben, oder einfach nur nochmal gefragt haben was den eigentlich los ist. Ich weiß es nicht. Lustig war es trotzdem. Insgesamt hat der Ausflug 9 Stunden gedauert, wovon ich ca. 3 im Zug gesessen habe. Ein schönes Gefühl nach einem anstrengendem Tag in einen Klimatisierten Zug zu steigen. Und nur wenige Sekunden vom Endbahnhof zur Wohnung laufen zu müssen. Ich konnte beim besten Willen nicht alles Fotografieren, nicht mal ansatzweise. Dazu hätte ich mich ständig 360° drehen müssen während ich laufe. Aber ich hoffe euch gefallen die Bilder.Hinter dem Berg versteckt sich ein Berg der hinter einem Berg istWanderweg zum WasserfallBlick runter zum AkikawaNeben dem wanderweg zum WasserfallEiner von vielen Religiös angehauchten orten.
Gestern (26.08.2010) war ein sehr anstrengender Tag. Aber Warum? Weil ich nach einer kurzen Nacht um 5 Uhr aufgestanden bin? Nein. Mein Ziel war es den Fujiyama so hoch zu besteigen wie es meine Straßenschuhe erlaubten. Was realistisch gesehen "nur" bis zur Bushaltestelle war. Richtig gelesen, ein Bus karrt die Gäste zur ersten Bergstation von wo aus sie sich dann auf den Weg zum Gipfel machen können. Aber von Anfang an.
Bergpanorama von Bahnof Matsuda aus gesehen
Viele Kabel erfordern viele Hände

Um 5 Uhr aufstehen, damit ich genug zeit habe mich fertig zu machen, und noch einmal zu Kontrollieren ob ich auch alles bei habe. Um 6:13 begann ich dann meine 2 Stunden dauernde Bahnfahrt zum Bahnhof Gotemba. Um von meiner Wohnung nach Gotemba zu kommen musste ich in Matsuda umsteigen. Nicht nur Umsteigen sondern auch den Bahnhof Wechsel. Da die Betreiber der Odakyu-Line keinen gemeinsamen Bahnhof mit der JR-Gotemba-Line haben. Das ist aber nicht weiter wild, sobald man den Odakyu Bahnhof verlöäst, sieht man schon den JR Bahnhof. In Gotemba angekommen dann erst einmal etwas Ernüchterung. Der Gipfel des Fuji war komplett mit Wolken zugehangen. Was sich auch den ganzen Tag nicht geändert hat, daher keine Bilder. Nach kurzer Orientierung machte ich mich auch auf den Weg. Immer die 138 entlang. Erfreulicherweise gab es bis zur Abbiegung auf die 150, die zur Bergstation raufführt, einen Bürgersteig. Zumindest auf den Boden aufgemalt und mit Leitplanke abgegrenzt. Auf meinem Weg kamen mir ziemlich viele Militär-LKWs entgegen es waren auch einige gepanzerte Truppentransporter dabei, müssen wohl ein Manöver oder so haben, von Krieg war jedenfalls nichts zu spüren. Nach einer ganzen weile Fußmarsch entlang der 138, kam endlich die Abbiegung auf die 150, und dann ging es los. Da sie Straße über keinen Bürgersteig verfügt, und auch recht wenig Platz nach rechts und links bot. Machte ich es mir und den Autofahrern einfach und sprang in den Trockenen, und offenen Wasserkanal der an der Straße entlang führt. Wahrscheinlich ist er für das Schmelzwasser des Berges gedacht. Nach wenigen Minuten konnte ich auch wieder auf die Straße, da mittlerweile ein Standstreifen existiert. Auf den ersten paar Hundert Metern war neben der Straße ein großes Areal mit Militär Fahrzeugen und einigen Baracken, was die hohe Präsenz an Militärfahrzeugen im Umland erklären dürfte.
Der Anfang der Straße 150, mit dem besagten Wasserlauf
Die Wolkendecke von Oben, leider war über mir noch eine Wolkendecke die den Gipfel verdeckte

Die Straße geht permanent Bergauf, erst mit Steigungen zwischen 9 und 12 %, und fast geradeaus. Aber sobald die Haarnadelkurven anfangen wird es immer Steile und Steiler. Ich weiß nicht genau wie viel %, da keine Schilder zu sehen waren. Aber 20% waren an einigen Stellen schon drin. Immer wieder wurde ich von Autos überholt, und es kamen mir auch immer wieder welche entgegen. Und alle guckten mich etwas komisch an, ich denke mal niemand ist so… ähm… Wagemutig, die Straße hoch zu wandern. Irgendwo zwischen Kilometerstein 5 und 6 ging mit dann auch das Trinken und Essen aus.
Leider waren zu beiden Seiten der Straße recht hohe Bäume die die Sicht nach unten versperrten. Und wenn man nach oben sieht konnte man nur die immer näher kommende Wolkendecke sehen. Dennoch ein schöner Anblick wie die Wolken durch die Bäume ziehen. Nach 7 Kilometern Bergauf ging mir dann auch schon langsam die Lust aus, zumal ich kein Trinken mehr hatte, und ich das Gefühl hatte das die Straße mittlerweile mehr als 20% Steigung aufweist. Je näher ich meinem Ziel gekommen bin umso enger wurden die Haarnadelkurven. Ab ca. Kilometerstein 8,6 waren die Kurven dann auch mit Spiegeln ausgestattet. Und obwohl meine Spucke, aufgrund von Flüssigkeitsmangel, schon recht klebrig war und meine Füße und Schultern wehgetan haben. Musste ich mir doch zwischen Kilometerstein 10 und 11 das Lachen verkneifen. An der Stelle, an der die ersten Autos standen, stand auch ein einsamer, aber Pflichtbewusster, Sicherheitsbeamter mit seinem Rot-Blinkendem-Leuchtstäbchen und hat den Verkehr geregelt. Nach Kilometerstein 11 waren es auch nur noch wenige hundert Meter bis zur Subashiri Trail 5th Station, die eigentlich der Ausgangspunk und nicht das Ziel einer Bergwanderung darstellt. Es gab Toiletten, Souvenirläden, Bushaltestellen, Bergführer, Bänke und Getränkeautomaten. Meine Theorie, sobald sich Japaner an einem Punkt sammeln wachsen Getränkeautomaten aus dem Boden. Jeder Wanderer, darunter auch ich, hat erst einmal ein Schälchen Wasser bekommen. Die Bergstation liegt auf 1959 Metern Höhe.Die ``Ladenstraße`` der Bergstation
Der Berg selbst ist 3776 Meter hoch. Doch das wollte ich mir nicht mehr antun, zumal ab hier nur noch Schotterweg war, und ich schon ab Kilometerstein 6 jedes Steinchen durch die Sohle gespürt habe. Da der Bus erst um 16:45 abfährt hatte ich genug Zeit mich zu entspannen und was zu Trinken. Ein Glück das ich mir meine Joggingjacke eingepackt hatte. In der Sonne war es zwar warm aber sobald man im Schatten gesessen hat wurde es doch schon recht kühl. Mit dem Bus konnte man direkt zurück zum Gotemba Bahnhof fahren, es gab zwar auch einen Bus nach Matsuda, aber nicht mehr an diesem Tag. Leider konnte ich in keinem Zug einen Sitzplatz ergattern und musste deshalb fast 2 Stunden stehen. In meiner Wohnung angekommen ging es erst einmal zum Einkaufen, Essen, Trinken und Duschen. Das war es von mir.
Nun bin ich wieder zuhause. Aber einfach nur Auschecken und zum Flughafen fahren wäre ein wenig zu einfach. Für den letzten Tag musste ich mir noch ein Hotelzimmer nehmen. Da ich den 6:33Uhr Zug zum Flughafen Narita nehmen musste und mein Apartment erst nach 10 Uhr übergeben konnte, liegen die Gründe dafür ja auf der Hand. Aber bevor ich das Apartment übergeben konnte musste es erst mal Aufgeräumt werden. Böden wischen, Küche Entkalken, Abflüsse leer räumen, Filter der Klimaanlage entstauben und natürlich meine Sache in den Koffer packen. Die Übergabe an sich verlief recht unspektakulär. Der Prüfer ist kurz durch die Wohnung gelaufen und das war es auch schon. Nachdem ich den Schlüssel abgegeben habe bin ich ins Hotel gegangen. Für die letzte Nacht habe ich mich im Shinjuku Park Hotel einquartiert. Es liegt nur wenige Minuten vom Bahnhof Shinjuku entfernt, sodass ich auf keine Bahn angewiesen bis um zum Bahnhof zu kommen. Nach dem Einchecken erst einmal Zimmer inspizieren. Fernseher, Radio, Kühlschrank, Hocker, Wasserkocher, 100m Klopapier und ein Bett, Dusche und Klo gab es natürlich auch. Kurz waschen und dann wieder raus, an meinem letzten Tag musste ich noch einiges erledigen. Andenken kaufen und Sitzplatz im Narita-Express bestellen. Nachdem ich wieder im Hotelzimmer war und alle Andenken irgendwie in den Koffer gequetscht bekommen habe, musst ich dringend was essen. Wie praktisch das es im Hotel einige Automaten gab, für Getränke und Fertiggerichte. Also Geld in den Automaten stecken, Nudelgericht bekommen, mit heißem Wasser übergießen und fertig ist das Abendbrot. Das Hotel bot eine kleine Auswahl an Filmen an, leider kostet das ganze 1000Yen pro Tag. Also wieder raus an den Automaten und ein Ticket gelöst. Unter den Filmen die angeboten wurden gab es viel zu viele schlechte Filme, darunter auch G.I. Joe, kann ich niemanden empfehlen. Warum ich ihn bis zum Schluss geguckt habe kann ich jetzt so genau auch nicht sagen, vielleicht weil ich nicht schlafen konnte. Leider machte mich der Film nicht wirklich müde, so kam es das ich mir noch Sachen wie Afro-Ninja und Sea Monster angeguckt habe. Beides nicht zu empfehlen. Einglück hatte ich Internet im Zimmer so konnte ich wenigstens nebenbei Musik hören. 3 Nudelgerichte, 5 Dosen Cola, ein paar Bier und endlose Stunden Später klingelte dann auch der Wecker. Schnell Duschen, was Trinken und dann aber auch ab zum Bahnhof. Dort angekommen mussten einige wenige Minuten mit Warten überbrückt werden. Mit warten und einer kühlen Cola. Nach 80 Minuten Bahnfahrt erreichte ich den Flughafen Narita. Zwischen den Checkinschalter und dem Bahnsteig gab es erst einmal eine kleine Passkontrolle, die ich ohne meinen Koffer zu öffnen passieren konnte. In der Checkinhalle dann Rätselraten, die Anzeige Tafel zeigte das ich in den Reihen A,B,C,D,E und F einchecken konnte. A und B waren nur für First und Businessclass in Reihe D sage mir eine Nette Japanerin am Infoschalter das ich in Reihe F Einchecken solle. Dort angekommen war Anstellen angesagt. Als ich dann an der Reihe war Eskortierte man mich zu einem freien Checkinschalter und stelle mich vor einen Automaten. Keine Angst, wenn man die Anweisungen auf den Bildschirm versteht und berücksichtigt geht nichts schief. Pass einscannen und alles weitere bestätigen oder berichtigen, Bordkarten entgegen nehmen. Jetzt nur noch ein Schritt zur Seite Koffer aufs Fließband stellen, und warten bis man gehen kann. Jetzt, nachdem mein Koffer in den Tiefen des Flughafens verschwunden ist, und hoffentlich im richtigen Flugzeug landet, konnte ich mich auf den Weg zu den Sicherheitskontrollen machen. Dort das übliche, Laptop und alles andere Metallische in eine Extraschale legen. Rucksack aufs Fließband und alles durch den Röntgenapparat schicken. Nach dem Sicherheitscheck ging es eine Etage tiefer zu der Einwanderungsbehörde die nochmals den Pass Kontrolliert. Lange Schlangen, irgendwo hinter mir regt sich ein U.S. Amerikaner über irgendetwas mächtig auf. Ein paar schlangen weiter schreit ein Baby und am Schalter scheint es ein Problem zu geben, es geht nicht vorwärts. Aber auch das ist irgendwann vorbei. Und man kann sich auf einen der vielen Stühle niederlassen die vor dem Abfluggate stehen. Als das Flugzeug dann zum Boarding bereit war, ich meinen Platz gefunden und es mir so gemütlich wie möglich gemacht habe ging der schwierigste Teil der Reise los, der Stundenlange Flug von Tokyo nach München. Die Filmauswahl war zwar sehr gut, aber erst verfügbar nachdem der Pilot die Anschnallzeichen ausgemacht hat. Nach Prince of Persia, das Vermächtnis der Tempelritter, Charlie und die Schokoladenfabrik und Stirb Langsam 4.0 war auch nicht mehr wirklich viel von der Flugzeit übrig. Die Letzten Stunden kann man auch noch mit den Bournefilmen überbrücken. In München angekommen kurz Orientieren von welchem Gate der Flieger nach Berlin abfliegt und hingelaufen. Verlief die Passkontrolle noch wunderbar hielt mich die Sicherheitskontrolle etwas auf. Ich musste meine Kamera rausholen und an machen. Und wofür, das der Beamte kurz mit der Hand vor der Linse wedelt. Hm wird schon seine Richtigkeit haben. Alles wieder verstauen und zum Gate. Auf dem Weg dorthin noch schnell eine Cola gekauft, und wieder auf den Sitzen vor dem Gate platz genommen und auf die letzte Stunde Flug vorbereiten.
in Berlin angekommen stellte ich, zu meiner Erleichterung, fest das auch mein Koffer den Weg ins Flugzeug gefunden hat. Jetzt noch schnell die Familie begrüßen und dann kann es auch schon nach Hause gehen. Total müde machte ich mich nicht ins Bett, sondern über meine Schinkenpizza her.

Mein Fazit: Japan ist ein tolles Land um Urlaub zu machen, viel zu sehen, viel zu erleben. Aber in Japan leben und Arbeiten wäre nichts für mich, jedenfalls nicht auf Dauer. Dafür hat mich das übertriebene Sicherheitsbedürfnis doch zu sehr genervt. Wenn man überall gesagt bekommt wo man langzugehen hat obwohl es leicht ersichtlich ist. Da kommt man sich schon ein wenig verarscht vor. Dennoch hat sich die Reise für mich sehr gelohnt und ich würde auch ein 2. mal nach Tokyo fahren.
Fast ein Jahr SpäterIch habe mir gedacht, ich nehme mir jetzt einfach mal die Zeit zu schreiben was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, und warum. Was ich vermisse, oder absolut froh bin nicht mehr zu haben.
Was mir wohl am stärksten in Erinnerung bleiben wird, ist die brütende Hitze. Die einen Tag und Nacht begleitet hat. Doch eine Klimaanlagen-Armee erweckte zumindest innerhalb eines Raumes den Schein eines erträglichen Wetters. Doch sobalt man das Haus verlassen hat, wurde man knall hart mit der Wirklichkeit Konfrontiert. Für mich, der auch bei 15°C in sommerlicher bekleidung raus geht, war es besonders schlimm. Gewöhnen konnte man sich an diese Hitz nicht so gut, dachte ich. Aber als ich wieder zuhause war, habe ich erst gemerkt wie sehr ich mich doch daran gewöhnt haben muss. Denn es ist etwas passiert was es so noch nicht gab. Ich habe am Flughafen gefroren. Und es hat eine Weile gedauert bis ich wieder bei 15°C unbekümmert mein T-Shirt nehmen konnte.

Ein Wort zur Zeitverschiebung. Obwohl ich den gesamten Flug über nicht geschlafen habe. Mit Reisetasche und schwerem Rucksack Quer durch Tokyo gelaufen bin. Konnte ich doch nicht schlafen. Erst nach einem Ausgiebigen nachtspaziergang konnte ich gegen 3 Uhr einschlafen. Es hat ziemlich lange gedauert bis mein Schlafrythmuss sich an die neue Zeitzone gewöhnt hat. Da ich nicht zu einer bestimmten Zeit aufstehen musste, hat es länger gedauert. Ich hätte nie gedacht das es so krasse Auswirkungen haben kann.
Was mich auch immer wieder wundert, mit wieviel selbstverständlichkeit ich gelebt habe.Nachts in den Park zu gehen, erscheinte mir als absolut normal. Ich fühlte mich auch keine Sekunde unsicher. Lag es nun daran, das selbst unter der Woche, und zur später Stunde noch Jogger unterwegs waren. Oder regelmäßig Jugendliche ein wenig Feuerwerk gemacht haben. Kann ich nicht sagen. Da es nur 2 mal richtig geregnet hat. Konnte ich mich besser im Park entspannen als zuhause. Einmal wurde ich zwar vom Regen überrascht, aber daran hindern am Seeufer zu liegen und Musik zu hören, konnte mich dieser warme Sommerregen dann auch nicht.^^

Auch jetzt, würde ich wahnsinnig gerne nochmal ein Monat nach Tokyo. All das erledigen was ich nich geschaft habe. Den Fujisan ganz besteigen. Museen besuchen. Andere Stadtteile erkunden. Um Tokyo sind noch genug Sehenswürdigkeiten die es Lohnen eine Wanderung zu Unternehmen. Oder mit en Shinkansen nach Kyoto, und mich dort mal ein wenig umsehen.
Bei der Frage ob ich mir wünschen würde jemanden mitzunehmen, würde ich erst einmal nicht antworten können. Sicher gab ich viele Situationen die ich gerne mit jemanden geteilt hätte. Es gibt auch nichts schlimmeres als nächtelang mit seinen eigenen Gedanken allein zu sein. Aber die Freiheit zu machen was man wollte, wann man es wollte, solange man es wollte. Ist einfach großartig. Das allein mit seinen Gedanken sein, kann auch von vorteil sein. Man hat Zeit über bestimmte sachen nachzudenken. Doch leider fehlt im momment das Geld. Mit freuden würde ich auch meinen Mini-Job dafür schmeißen.Also, ich suche sponsorn für die nächste Reise^^.

Ob ich mich persönlich weiterentwickelt habe, kann ich garnicht so genau sagen. Ich denke einfach das ich Selbstbewusster geworden bin. Alles weitere überlasse ich euch, beim selbsteinschätzen versage ich doch jedes mal^^.

Nie vergessen werde ich wohl die selten dämlichen Ideen die ich hatte. Zu Fuss 26 Kilometer quer durch Tokyo laufen oder die ca. 21 Kilometer vom Bahnhof bis zur halben Höhe vom Fujisan. Warum ich das gemacht habe weis ich bis heute nicht. Spaßig war es allemal, naja. Jedenfalls habe ich viel auf dem Weg gesehen. Konnte dann auch viel schreiben. Und habe Erinnerungen fürs Leben^^.
Auch die ca. 19 Kilometer zum Hossawa-no-taki-Wasserfall waren nicht ohne. Aber die kamen mir bei weitem am Angenehmsten vor. Wahrscheinlich weil ich oft im Schatten laufen konnte.
Das vermisse ich irgentwie am meisten. Das Erkunden, Entdecken. Sei es drum das man es bei Googlemaps sehen kann. Auch auf die StreetView Funktion ist geschi@!#?*. Es geht nichts über das selber anwesend sein. In keinem Bild, auf keinem Video lassen sich die Gefühle die man hat festhalten. Und nur sehr schwer lässt es sich beschreiben. Ich hoffe das ich wenigstens ansatzweise einen Eindruck vermitteln konnte.
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